Editorial
Geschrieben von urs am 01. Juni 2019 00:00
Die Zahl der Auslandschweizer weltweit ist
im Jahr 2018 auf 760.200 gestiegen, wie das
Bundesamt für Statistik Ende März mitteilte.
Damit leben elf Prozent der Schweizer Bevölkerung
im Ausland. Unangefochtener Spitzenreiter
unter den Gastländern ist Frankreich
mit 197.400. Das zweitbeliebteste
Auswanderungsland ist Deutschland. Es beheimatet
90.400 Landsleute, die bei einer
konsularischen Vertretung angemeldet sind.
Über die nicht gemeldeten Schweizer in
Deutschland kann man nur spekulieren. Es
sind vermutlich in überwiegender Zahl Menschen,
die zugleich die deutsche Staatsbürgerschaft
besitzen.

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Baden-Württemberg mit 29.700 und Bayern
mit 16.200 Landsleuten sind innerhalb der
Bundesrepublik die beliebtesten Destinationen
helvetischer Auswanderer. Beide wirtschaftlich
florierend und nicht zu weit weg
von daheim. Auch dreissig Jahre nach der
Wende leben in den ostdeutschen Bundesländern
vergleichsweise wenige Schweizer. Sie
machen weniger als 0,5 Promille der dortigen
Bewohner aus. Die grosse Ausnahme ist Berlin,
wo sie fast zwei Promille der Stadtbevölkerung
bilden.
MONIKA UWER-ZÜRCHER